Ich war im Himmel
Ayahuascazeremonie 23.08.26
Nach 11 Tagen fasten mit Wasser, 1 Glas Fruchtsaft und einer Suppe täglich, stand nun die Zeremonie vor mir.
Ich hatte Angst auf diese Zeremonie, weil Urs mir gesagt hatte: Du wirst sterben. Und auch in den Dokumentationen wurde oft von einem Sterben gesprochen. Es sei eine heftige Medizin. Ich wollte noch nicht gehen und meine Mädchen alleine zurück lassen. Ich hatte ja so viele Nahtoderlebnisse angeschaut auf youtube, dass ich die Möglichkeit, ganz zu sterben, nicht ausschloss.
Ich nahm also diese Medizin. Marcel und Laura waren die Leiter. Viola, Urs und ich waren die Teilnehmenden. Ich fühlte mich wie vor einer Operation. Endlich war das lange und bange Warten vorbei, jetzt wurde es ernst. Wir zogen noch jeder eine Karte. Ich zog aus ca. 60 Karten, dieselbe, welche ich vor einem Tag bereits gezogen hatte. Darauf war ein menschliches Wesen, welches auf einen grau weissen See schaute. Sofort erinnerte ich mich an den flachen schwarz-weissen Stein, welchen ich am Strand gefunden hatte vor einigen Tagen. Der Stein sprach dort am Strand zu mir: Stell dir vor, dass sich auf diesem Stein das ganze Universum befindet, ja alle Universen zu allen Zeiten, ganz klein, fast nicht zu erkennen, sieht man die Erde, dieser kleine Punkt. Und all das bist du nicht. Du bist das, was ausserhalb dieses Steines ist. Ich schaute in die Weite des Meeres und die Weite des Horizonts. Ich bin das Absolute. Wie gross das Absolute ist im Gegensatz zur gesamten Schöpfung!
Auf der Karte stand kaum zu lesen PATIENCE. Auf der Rückseite stand eine kleine Botschaft, von der ich mich erinnere, dass da stand: Dass ich gegeben hatte und nun eine Überraschung auf mich warten würde.
Wir wurden mit Räucherwerk und Trommeln auf unsere Reise vorbereitet.
Nun tranken wir einen Trank, um die Reaktion des Körpers zu stoppen, das DMT sofort abzubauen. Da wurde mir bereits übel. Ich nahm schon mal das Kotzkistchen zu mir. Nach 10 Minuten dann den anderen Trank. Beide Trunke waren gar nicht so bitter, wie ich mir das vorgestellt hatte, und das war eine kleine Erleichterung. Nun dauerte es 30 Minuten bis es anfing zu wirken.
Marcel liess Musik laufen. Ich legte mich hin und wartete. Ich wartete, ob ich mich übergeben müsste. Das Erbrechen ist etwas sehr Bekanntes bei Ayahuasca. Es wurde mir gesagt, dass es mit Energien zu tun habe, die sich lösen. Ich erbreche gar nicht gerne, aber mit diesem Hintergrundwissen, war ich bereit zu erbrechen, wenn ich dann erlöster wäre. Die Übelkeit konnte einem auch während der ganzen Zeit begleiten. Darauf war ich also gefasst.
Nun spürte ich, dass es langsam kam und meinen Verstand übernahm. Da ich bereits ein wenig Erfahrung mit psychedelischen Substanzen hatte, konnte ich vergleichen, ob es nun stark einfuhr oder nicht. Ich wusste auch, dass ich mit Aya reden konnte und das sie eine mütterliche Energie hatte. Ich bat Aya: Bitte mach es so sanft wie möglich! Sei wie mein Zahnarzt der Engelshände hat und bitte erklär mir im voraus was du tust. Ich hatte Angst und wartete auf die Hölle, auf den Hammer, auf das Leid, auf den Schmerz auf den Tod.
Viola musste laut und immer wieder erbrechen. Urs lag ganz still.
Ich hatte zwei Tage zuvor noch eine deutsche Doku angeschaut, wo ein Filmteam bei einer Zeremonie gefilmt und die Teilnehmenden gefragt hatte, wie sie sich fühlen und wie sie sich danach fühlten. Es gab Bilder wo ich sehen konnte, wie die einzelnen Personen zum Teil körperlich psychischen Reaktionen hatte, die heftig waren. Ich erwartete, dass irgend etwas Schreckliches zu Tage treten würde, ein ganz tiefes verstecktes Trauma. Aya kam und sagte: Komm, vertraue mir. Komm mit. Ich glaubte ihr und hielt sie am Rockzipfel wie ein kleines Kind. Wir gingen in den Dschungel, es wurde dunkel und ich dachte ständig: Gleich kommt der Hammer, gleich wird es ganz schlimm! Es wurde dunkel, aber ich war nicht allein.
Nach einer kurzen Zeit wurde es hell und es erklang schönste Musik. Himmlische Musik. Alles öffnete sich und ich wurde von vielen Wesen herzlichst begrüsst: Willkommen! Wie schön, dass du hier bist. Ich war im Himmel. Eine unglaubliche Liebe empfing mich. Zärtlichste Zärtlichkeit. Licht und die schönsten Pastellfarben, Perlmutt und ein ständiges Wechselspiel, der Raum erfüllt mit Engelsmusik. Wobei der Raum kein Ende hatte. Ich war überwältigt. Ich dachte nicht mehr an den Hammer, nicht mehr an Leid und Schmerz. Überraschung! Du wolltest doch eine Wellness-Woche, oder? Fragte Aya. Ich musste lachen, warum wusste sie das? Ja, das stimmte. Ich wollte schon seit Jahren eine Wellness-Woche in der Algarve. Mit Verwöhnung und Massagen, feinem Essen und ein bisschen Luxus. Als ich jemandem von meinem Plan erzählte, ich würde in die Algarve zum Fasten gehen, weil ich schon lange eine Wellness-Woche wünschte, musste derjenige lachen und sagte: Das stelle ich mir aber anders vor.
Das Himmelskonzert war das Schönste Spiel das man sich vorstellen kann. Nein, man kann es sich nicht vorstellen. Die himmlischen Wesen, konzertieren, musizieren, singen und weben ohne Ende einen harmonischen Teppich aus bedingungsloser Liebe unaufhörlich über der ganzen Schöpfung. Es war ein WIR. Alles war Eins. Keine Trennung von Musik, Wesenheit, Liebe, Friede und Freude. Nur Heimat. Ich war zu Hause und fühlte mich wie der Fisch im Wasser. Aya sagte: Hier ist dein Platz, hier hast du deinen Sitz. All das gehört dir. Ich setzte mich hin und durfte einfach SEIN. Ich spürte wie ganz sanft an meinem Körper gearbeitet wurde. Heilung. Aya hatte auf mich gehört. Es war die Sanftheit, die Liebe, kein Schmerz und kein Leid. Ich konnte mich ganz diesem Hier-Sein hingeben. Ich war gestorben, ich war befreit von der Angst vor dem Sterben. Ja, die Angst war gestorben, aber ich lebte. Ich weinte vor Freude über diese überwältigende Liebe.
Nachdem ich eine lange Zeit in diesem Himmelsraum war, ertönten andere Klänge, sie waren nicht mehr in dieser hohen Frequenz. Es war wie ein langsames Hinabgleiten in tiefere Frequenzen. Die Übelkeit, welche ich im Himmel nicht mehr gespürt hatte, tauchte wieder unangenehm auf. Die Klänge gefielen mir nicht, sie waren verführerisch, sie waren von Sehnsucht geprägt, sie waren dunkel, dumpf und auch langweilig. Ich sehnte mich zurück in den Himmel. Nach einer Weile, kam ein neuer Ton, ein heller Ton, wie eine Erinnerung, wie ein Licht. Und ich erinnerte mich, dass dies nicht meine Heimat war. Obwohl ich in den dunklen Frequenzen war, spürte ich immer noch die Liebe, und war auch immer noch Zuschauer dieses „Theaters“. Die Himmelsklänge nahmen mehr und mehr zu, mein Herz weitete sich und ich freute mich bereits, dass ich wieder in die hohen Frequenzen aufstieg wo meine Heimat ist. Jaaaa!
Und so wiederholte sich das Ganze immer wieder, immer wieder. Und es wurde mir klar, dass dies das unendliche Spiel Gottes ist. Lila, wie es auch in den Veden genannt wird. Es wurde mir klar, dass es unumgänglich war, in die Honigfalle der verführerischen Klänge zu fallen. Es gehörte dazu. Ich erinnerte mich an das Bild in der Bibel, wo die Engel die Himmelsleiter hinauf- und hinabsteigen, die Doppelhelix ist ein Bild dafür. Wir sind alles Engel, oder unendliche Seelen, welche das Spiel des Absoluten spielen. Die Verführung gehört zu dem Spiel dazu, das Vergessen wer ich bin gehört dazu, und das sich Erinnern an mein wahres Wesen. Das Leid gehört dazu, der Schmerz, die Angst, die Täuschung. Aber in dem ganzen Auf und Ab sass ich gleichzeitig immer im Himmel und in der Liebe. Ich war nicht wirklich in der Illusion, ich glaubte es nur.
Ich fragte, warum wir als Engel scheinbar in die niederen Ebenen steigen, und es wurde mir gesagt, dass dadurch neue Klänge entstehen würden, die es im Himmel nicht gibt.
Mit der Zeit wurde ich müde, vor allem die tiefen Frequenzen ermüdeten mich und ich wollte, dass das „Theater“ aufhörte. Ich wollte einfach nur Ruhe. Ich wandte mich an Aya und sie bettete mich in ein Nest aus Liebe und Geborgenheit. So konnte ich schlafen. Wie wunderbar. Nun konnte ich in die Stille der Absolutheit eintreten.
Nachdem ich wieder aufwachte, wurde ich wieder mit derselben Liebe und den himmlischen Klängen empfangen, die mir so wohl taten. Ich war teil dieses Himmels und ich wusste, hier habe ich für immer einen Platz in dem Grossen Ganzen.
Was sich ebenfalls immer wiederholte war mein Schmerz meinen Sohn betreffend. Meine tiefe Sehnsucht, dass er sich doch dem Licht zuwenden möge. Es wurde mir gesagt, dass ich, wenn dieser Schmerz komme, sagen solle: Traurigkeit, Traurigkeit, Traurigkeit. Und so würde sich der das Leiden in Mitgefühl wandeln, welches mich nicht mehr quälen würde.
Dann kam mir die Geschichte des verlorenen Sohnes in den Sinn. Der Vater wartet in aller Liebe und GEDULD, das war das Wort auf der Karte, auf die Rückkehr des Sohnes. Und er hat ein Licht ins Fenster gestellt, damit der Sohn nach Hause findet.
Gott ist voller Mitgefühl für seine Kinder. Er ist immer dabei. Er steigt mit hinab und fühlt alles genauso wie wir. Er hat sich seiner Schöpfung nicht entzogen, sondern hat sich ebenso wie seine Wesen der unausweichlichen Ohnmacht der Dualität hingegeben. Da ist keine Trennung von Gott und ich. Ich bin das Göttliche.
Lass die Kinder spielen, irgendwann werden sie müde, dann kommen sie nach Hause.
Manchmal schaute ich mich im Raum um und merkte, dass die Wirkung ganz langsam nachliess. Marcel kam mit Banane und Zimt und ich ass ein wenig davon.
Nach vielen Stunden, sprach Marcel, dass wir nun zu einem Ende kommen und das letzte Lied gespielt würde. Es war gut. Ich war so erfüllt von meiner Erfahrung, dass ich bereit war, wieder meinen Fuss auf die Erde zu setzen.
Über fast die ganze Nacht wirkte Ayahuasca noch sanft weiter. Ich war reich gesegnet und genoss dieses wunderbare Geschenk, welches ich bekommen hatte.
Schuld
Ich fühlte vor kurzem wieder ganz viel Schuld gegenüber meinem Sohn.
Manchmal wachte ich morgens auf und fühlte mich todunglücklich. Anfangs wusste ich nicht, was mit mir los war. Hatte ich einen Hormonmangel? Aber nein, es war nicht körperlich. Ich begann, diese Gefühle, die mich manchmal aus dem Nichts überkamen, zu beobachten. Lange hielt ich es jeweils nicht aus, denn sie machten mich so depressiv. Also lenkte ich mich ab bis zum nächsten mal. Was war nur mit mir los? Schliesslich kam es ans Tageslicht: Schuldgefühle gegenüber meinem Sohn.
Zuerst wollte ich die Gefühle abschütteln, aber das funktionierte nicht. Dann begann ich, diese Gefühle anzuschauen. Welch grosse Traurigkeit in mir, wenn ich an ihn dachte. Er ist 42 Jahre alt. Wie kann ich ihn aus seiner Situation retten?
Mein Bruder kam mir in den Sinn, den ich damals auch retten wollte. Und ich habe es nicht geschafft. Und auch bei meinem Sohn schaffe ich es nicht. Ich fühle mich schuldig für sein Leben, ich bin schuld, dass es ihm so geht, wie es ihm geht. SCHULD.
Und noch früher zurück, ich will dass meine Mama glücklich ist. Ich bin schuld, wenn sie unglücklich ist. Ich bin schuld, wenn mein Vater schlechte Laune hat.
Und noch weiter zurück...ich weiss es, meine Mutter hat sich schuldig gefühlt, wenn sie uns als Familie nicht glücklich machen konnte. Und meine Grossmutter.....ganz sicher erging es ihr ebenso. Und mein Vater, auch er hatte wohl Schuldgefühle.
Wo ich hinblicke, alle fühlten sich schuldig. Und diese Schuld lag und liegt wie ein schwerer Deckel auf uns.
Und nach Eckhard Tolle nährt sich unser Schmerzkörper von dieser Schuld. Und es hilft niemandem.
Eine generationsübergreifende Gewohnheit, gebaut auf dem Glaubenssatz: Ich bin verantwortlich, dass sich mein Nächster glücklich fühlt. Und ich habe versagt darin, meine Nächsten glücklich zu machen. Und nun merke ich, dass ich damit hadere, diese Haltung, welche niemandem hilft, loszulassen. Ich muss mich bestrafen, dass ich meine Nächsten nicht glücklich machen kann. Noch ein Glaubenssatz: Ich muss die Schuld abtragen. Ich muss bedrückt durch den Tag gehen.
Nun beschliesse ich, dass ich die Weichen neu stelle. Und mein Vorbild ist mein göttliches Sein. Es ist wie ein Muskel, den ich lange nicht benutzt habe. Wenn das traurige Gefühl kommt, nehme ich es wahr und treffe die Entscheidung, dass mir dieses Gefühl nicht gehört. Ich muss es mir nicht auf den Rücken binden und damit durch den Tag gehen. Ich darf es wieder gehen lassen, denn es gehört mir nicht. Allmählich kommt Erleichterung, und die schrecklichen Bilder lösen sich auf. Ich lege meine Hände auf mein Herz und fühle den Frieden, der nicht von dieser Welt ist, der aber mein Wesen ist. Das bin ich.
Die Person
Der Körper, die Psyche und der Verstand sind ein Abdruck meines Seins. Wie im Großen so im Kleinen (Hermetik). Sie sind wie eine Momentaufnahme dessen, was ich wirklich bin. Es ist ein "eingefrorener" Ausdruck.
Wenn ich mich auf ein Blatt Papier zeichne, dann kann ich das so gut machen, wie mir das möglich ist. Und wenn ich diese Zeichnung jemandem zeige, dann kann dieser möglicherweise erkennen, dass diese Gestalt auf dem Papier ich sein soll.
Ich kann dann diese Gestalt ausschneiden und mit ihr spielen. Und ich kann so tun, als ob ich diese Papiergestalt bin. Und genau so verhält es sich mit der Person. Ich spiele die Person, ich gebe ihr eine Rolle und verbinde mich mit dieser Rolle. Und ich vertiefe mich in diese Rolle, so als ob ich sie selbst wäre. Ich falle in eine Art Trance und vergesse, das Leben um mich herum.
Genauso wie ich als Kind meine Puppen hatte, mit ihnen in Welten eintauchte und mich selber vergaß. Von weither hörte ich irgendwann eine Stimme, die mich rief: Christa, Abendessen! Ich tauchte aus meinem Spiel auf, noch völlig verwirrt und orientierte mich wieder an der Realität. Ach ja, meine Mutter ruft mich, und ich sitze ja hier in meinem Zimmer....
Genau so verhält es sich mit diesem Leben. Ich bin tief eingetaucht in diese Person mit ihrer Rolle und ihrer Umgebung. Ich spiele dieses Spiel und es gefällt mir. Und ich spiele auch, dass es mir nicht gefällt. Aber ich möchte nicht gestört werden. Wie damals, ich hatte keine Freude daran, dass meine Mutter mich rief und ich aus meinem Spiel heraus gerissen wurde zurück in die Realität.
Meine Mutter ist in diesem Bild das Größere, das ICH BIN. Lass mich noch ein wenig weiterspielen, es ist grad so schön und spannend, so wünsche ich mir das als Person. Ich will noch ein wenig weiterspielen, will noch nicht sterben.
Aber die Zeit kommt, aufzuwachen aus dem Spiel, und nicht weiter zu verleugnen, dass ich nicht diese Person bin. Es wird in der Bibel von dem "Fall" gesprochen. Dieser "Fall" ist der Fall in das Spiel mit sogenannter Geburt, wo das Spiel beginnt und sogenanntem Tod, wo das Spiel endet.
Das Krasse in diesem Spiel ist, dass die meisten Menschen, so tief in das Spiel eingetaucht sind, dass sie vergessen haben, das sie nicht die Spielfigur sind. Ich habe sagen gehört, dass es in diesem spezifischen Spiel darum geht, völlig zu vergessen, wer wir in Wahrheit sind. Ich habe auch sagen gehört, dass es unendlich viele andere Spiele gibt. Aber in diesem Spiel geht es um diese völlige Vergessenheit unseres wahren Wesens, wer wir sind, woher wir kommen, was unsere wahre Natur ist.
Und in diesem Spiel geht es auch darum, zu glauben, dass es ein "Böses" gibt, welches uns umbringen möchte. Und es geht darum, zu glauben, dass wir getötet werden können und dass wir dann für immer tot sind. Also müssen wir kämpfen, damit wir nicht umgebracht werden.
Wir wollen in diesem Spiel glauben, dass wir verloren, allein gelassen und getrennt von allem sind. Wir glauben, dass wir das verloren haben, wonach wir uns zu tiefst sehnen. Und wir wollen glauben, dass über uns eine Autorität herrscht, welche uns belohnt und bestraft. Wir glauben, dass wir dieser Autorität ohnmächtig ausgeliefert sind. Ein wirklich krasses Spiel. Und trotzdem lieben wir es und treiben es auf die Spitze. In einem Spiel kann man das ja machen.
Für jeden einzelnen von uns kommt unweigerlich die Zeit, wo wir den Ruf unseres wahren Seins hören: Hey, aufwachen! Sei wieder was du wirklich bist! Du hast nun genug gespielt, komm zurück zu dir selbst! Erinnere dich wer du bist.
ICH BIN nicht die Person
Ich habe geglaubt die Person zu sein. Und als Person habe ich daran geglaubt, dass es einen Gott über mir gibt. Und dann habe ich auch geglaubt, dass ich diesem Gott gefallen muss, weil es mir sonst durch diesen Gott nicht mehr gut gehen wird.
Das ist aber die Lüge. Der Gedanke, die Person zu sein ist leidvoll. Und mit diesem ersten Gedanken folgen alle anderen leidvollen Gedanken. Er kann daher nicht wahr sein.
Ich bin das Wesen, welches die Person erschaffen hat. Und in diese Person bin ich geschlüpft. Sie ist meine Rolle. Sie ist die Puppe die ich habe. Ich habe mich verpuppt.
Wenn ich diesen Tag im Glauben lebe, die Person zu sein, dann wird auch dieser Tag ein leidvoller sein. Die Befreiung ist die, anzuerkennen, dass ich das Große bin und das Kleine aus dem Großen existiert. Es ist nicht umgekehrt.
Die Person klagt diesen Gott an, er solle ihr Leben anders machen. Sie ist hilflos und ohnmächtig und fühlt sich obendrein schuldig, weil sie nicht erreicht, was Gott von ihr fordert. Wenn die Puppe eine Illusion ist, so ist es Gott auch. Da ist kein übermächtiger, allwissender und bestrafender Gott. Auch das ist die Lüge. Ich fühle mich schlecht, wenn ich an diesen Gott glaube.
Ich selbst bin die Quelle aus der alles entsteht. Das braucht keinen Glauben, da ist Gewissheit. Dieser Gedanke ist kein Gedanke, sondern etwas anderes......Wahrheit.
Wenn ich als Wahrheit durch den Tag gehe, werden die Sorgen und Kümmernisse klein. Mein Herz füllt sich mit Freude und ich sehe die Schönheit des Tages. ICH BIN.
Du bist ewig
Das ist es was, ich heute sagen möchte: Du bist ewig. Ich bin ewig. Wir sind ewig.
Wenn ich morgens aufwache, dann ist dies manchmal in Angst, aber bevor die Angst da ist, ist da ein Wohl-Sein, ein sich geborgen fühlen. Und dieses allererste Fühlen ist die Wahrheit meines Wesens. Erst danach kommt die Person, die Angst hat und denkt, dass etwas Schreckliches passiert.
Und dieser erste Eindruck im Tagesbeginn trägt mich durch jeden einzelnen Tag. Es ist mein Wesen, das mich durch den Tag trägt. Die Person ist Fiktion. Ist ein Ausdruck des Lebens, aber nicht das Leben selbst. Wie könnte ich mich auf die ängstlichen Gedanken der Person stützen ohne zu leiden? Das Leiden ist in der Person begründet.
Auch der Tag ist Fiktion, die Zeit ist Fiktion, der ganze Film hier ist ein Spiel, welches ich als Person mitspiele. Es hat einen Anfang und ein Ende. Das was ich bin, ist unveränderbare Ewigkeit in Liebe, in Stille, in Frieden.
Das Leben dieses Mysterium, welches sich in allen Schöpfungen ausdrückt, das ist es was ich bin, was du bist.
Dieses Leben, das alle Macht innehat, hat sich in eine kleine, ohnmächtige, ängstliche Form begeben. Haltlos, zweifelnd, sich als Opfer fühlend, böse, traumatisiert, gemein und voller Schuldgefühle.
Ich schaue hin und sehe, sehe wie alles vergeht was sich als so großartig dargestellt hat. Die Welt der Person im Untergang. Die Person welche sich vorgenommen hat, es dem Leben zu zeigen, zu obsiegen, Kriegsgeschrei. Nun, der Wind des Lebens, ungnädige Gnade wischt diese Welt, diese Person, mit einem Hauch beiseite. Das Leben das ich bin, welches aufbaut und welches zerstört, hat alles in seiner Hand.
Das Leben kann ohne Person sein, die Person kann nicht ohne das Leben sein.
Die Erde kann ohne die Welt sein, die Welt kann nicht ohne die Erde sein.
Das Universum kann ohne Mondlandung sein, die Mondlandung kann nicht ohne das Universum sein.
Die Weisheit kann ohne das Wissen sein, das Wissen kann nicht ohne die Weisheit sein.
Das Größere erzeugt das Kleinere. Das Große ist das tragende Element, das Fundament, die Ressource. Du bist die Ressource.
Über die Zeitalter ist ein grosses Missverständnis entstanden, oder vielleicht entstand es auch augenblicklich....
In dem Krieg der Person und ihrer Welt zeigt sich auf einer anderen Ebene eine Rückbesinnung zum Wesentlichen. Heilend, wohl tuend, befreiend und ungnädig gegenüber einer Illusion auf Zeit. Das Erschaffen hat seine Zeit und die Zerstörung hat ihre Zeit. Das ist der Tod der Illusion, der Tod der Welt, der Tod der Person. Das Leben hat das erste und das letzte Wort. Der Triumpfbogen gehört dem Leben und nicht den weltlichen Machthabern. Das ist die große Feier des Lebens. Du bist ewig, ich bin ewig, wir sind ewig.
Sprache ist die Schöpfung des Menschen
Karl Renz sagt: Es geht darum, dass wir scheitern. Mein Scheitern lässt mich verbleiben mit diesem "keine Ahnung haben". Das Leben selbst greift in die Tastatur und spielt die Musik. Die Lebensmüdigkeit, die Sinnlosigkeit, die Konfrontation mit der eigenen Einsamkeit des kleinen ich. Ich scheitere an mir, und wer will das schon........aber das führt zum Tod des ich-Gedankens. Es wird klarer, in immer neuen Erfahrungen, dass da kein eigener Wille ist. Und so wird das kleine ich durch das Leben selbst zerrieben in immer kleinere Fragmente bis zum Staub der weggeweht wird. Kapitulation vor dem Leben.
Wir sind ja alle darauf getrimmt, genau das Gegenteil zu beweisen. Don Quichote kämpfte auch gegen Windmühlen......so ähnlich ist der Überlebenskampf des kleinen ich. Gewinnen um jeden Preis. Aber wie könnte ich gegen das Leben gewinnen. Es gibt nur das Leben in all seinen Formen und Christa ist eine Form davon.
In der Theorie ganz einfach, im Sturm des Lebens aber lebensgefährlich für das ich. All die Gefühle des Versagens, der Todesangst, sie sind so unangenehm für die Person. Zum Glück...es sind Möglichkeiten in die Ahnungslosigkeit zu kommen. Von selbst, ohne eigene Anstrengung. Im Gegenteil, die Anstrengung kommt zu einem Ende, ich gebe auf. So ist der Lebensweg gepflastert mit Scheitern. Das ist die Gnade. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Ich wollte gewinnen........am Schluss kapituliert jeder Mensch vor dem Tod, welcher das Leben ist. Sehr unangenehm für das kleine ich, aber darin liegt das Leben.
Tja, so was zu schreiben geht leicht von der Hand, aber jeder von uns weiss, dass wenn die Lektion des Lebens mit dem eigenen ich beschäftigt ist, dass es "Höllenqualen" sind. Es sind wohl die Wehen in die Geburt des Lebens, das wir sind.
"wenn wir versuchen aus dem ich heraus zu kommen"......darin ist bereits das Scheitern begründet. Wer will aus dem ich heraus kommen? Das ich. Das ich will also aus dem ich heraus kommen. Dann haben wir "unser Bestreben" was natürlich zum Scheitern verurteilt ist...
Ja, hinter dem "ich" ist eine Ansammlung von Glaubensmustern, welche Gewohnheiten generieren. Wobei das doch auch schon wieder "angesammeltes Wissen" ist........irgendwie komme ich aus der Nummer nicht selbst raus. Die Katze beisst sich in den Schwanz.
z.B. bin ich fester Überzeugung, dass ich Mutter bin......Mensch bin.......Frau bin.......ich bin.......und hier beginnt "mein" Leiden. Diese stark verwurzelten Überzeugungen, haben mein Denken überzogen. Es sind Lügen. Aber wie kann ich mich dagegen wehren, dass dem nicht so ist: Z.B. ich wohne in Portugal.......ist eine Lüge. Oder: Ich fahre mit dem Auto......eine Lüge.
Ich spreche in diesem Zusammenhang betr. Formen gerne von der 1. Illusion und der 2. Illusion. Von der Polarität im Gegensatz zur Dualität. Vom grossen "Ich bin" und dem kleinen "ich bin".
Formen sind für mich alles was sich verwirklicht. Im Gegensatz zur Wirklichkeit, was das Wesen ist aus dem alles und nichts kommt. Somit ist das kleine ich oder die Christa auch eine Form.
Polarität ist für mich also die 1. Illusion, wie z.B. oben und unten, Tag und Nacht, Mann und Frau, heiss und kalt und so weiter.
Dualität ist für mich die 2. Illusion, wie z.B. alle Bewertungen, alle Glaubenssätze, alle Vorstellungen und Ideen: beschwerlich, teuer, kraftvoll, gleichgültig, ablehnend und so fort.
Wenn Polarität die erste Kopie von Wirklichkeit ist, ist die Dualität die Kopie der Kopie und hat damit eine schlechtere Qualität. Mensch ist Polarität, Person ist Dualität
Wenn die Wirklichkeit sich unendlich verwirklicht und damit erschafft, Schöpfung erzeugt, dann ist Mensch ebenso Schöpfer und erzeugt unaufhörlich Gedanken und Ideen......das kleine ich ist "geboren".
In der Bibel steht, dass wir ebenso Schöpfer sind, wie unser Vater Schöpfer ist. Wir sind nach seinem Bild gemacht. NUR, das was wir erschaffen ist nicht die Erde (welche in Polarität erschaffen ist) sondern wir erschaffen die sogenannte Welt ( welche Ausdruck unserer Gedanken ist, es ist DUAL) Davon kommt auch das Wort Duellieren. Die Begriffe kämpfen gegen sich selbst und erzeugen Schmerz und Leid.
Während in der 1. Illusion alles auf Harmonie, Frieden und Liebe ausgerichtet ist, und auf das Ahnungslose, ist die 2. Illusion auf Krieg ausgerichtet. Mensch wird zur Person, es zieht nach unten und erzeugt in der Psyche Schwere. In der Polarität haben wir die Schwerkraft, in der Dualität die Depression.
Was ist "Auto"?? Was ist "fahren"?? Was ist "ich"????? Da bleibt nur Ahnungslosigkeit.
Wir geben zwar Be-Griffe. Aber warum? Diese Griffe. Warum benötigen wir "Griffe". Sie geben uns Halt. Und für was benötigen wir einen Halt? Damit wir uns in unserer scheinbaren Existenz er-halten können.
Jede Form ist bereits Lüge. Jeder Atemzug ist bereits Lüge. Aber wie gesagt, es gibt polare Lügen und duale Lügen. Und die duale Lüge ist schmerzhafter, nach meiner Meinung, wie die polare Lüge.
Neti-Neti......ich bin weder das eine noch das andere. Wirklichkeit. Unbeschreiblich. Das ist die einzige Wahrheit. Ahnungslosigkeit.
Zur Zeit habe "ich" ganz starke Gefühle der Einsamkeit, wenn ich an mich selbst denke. Und dann kommt mir der Vers in den Sinn: "Wenn das Samenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein."
Und dann wird mir ab und zu bewusst, wenn ich den Fokus auf mir habe, fühle ich mich einsam. Wenn ich mich aber selbst vergesse, ist alles in Ordnung.
Wenn ich an mich glaube, dann bin ich absolut allein. Wenn hier aber gesehen wird, dass sich das Leben spielt, ist alles aus einer Quelle. Dann gibt es dieses Abgesonderte ich nicht.
Erlerntes Denken umfasst, alles in Begrifflichkeiten zu fassen, was ich sehe und erlebe.........somit ist die Sprache erlernt, konditioniert.
Ein Auto ist nicht ein Auto und ein Vogel ist nicht ein Vogel. Die Sprache ist die Kopie (Dualität) der Kopie (Polarität).
Wenn ALLES die Schöpfung ist, dann sind die Gedanken über alles die Schöpfung des Menschen.
Durch die Sprache trenne ich alles in kleine und kleinste einzelne Begriffe und so wird das Ganze in unendlich viele Einzelteilchen zersplittert und in Schubladen gesteckt. Und so stecke ich selbst auch in einer solchen Schublade von Definitionen und Begriffen.
Und der Gedanke ist die unausgesprochene Sprache. ALLES wird in kleinste sortierte Begriffe ordentlich eingepackt und konserviert. So wie Mensch versucht, das kleinste Teilchen in der Kernspaltung zu finden. Oder Mensch versucht im Teilen des Teilens des Teilens das Leben zu finden.........
In der Schöpfung der Schöpfung ist aber nur ein Rest von Leben. Ob ich einen echten Baum sehe oder das Bild eines Baumes ist ein himmelweiter Unterschied. Der eine Baum ist wahre Schöpfung und der Baum im Buch ist die Schöpfung eines Menschen. Und zu beidem sage ich: Baum. Das ist der Unterschied von Erde und Welt, von Polarität und Dualität.
Und das ist der Qualitätsunterschied, den wir meistens nicht wahrnehmen. Gedanken und Sprache und damit "ich" sind Schöpfungen des Menschen und tragen nicht das Lebendige in sich.
Da Mensch aber auch Schöpfer ist, fliessen unaufhörlich Gedanken. Gedanken sind die Schöpfungen des Menschen. Und diese setzt er dann zum Teil um in Dinge.
Gottes Schöpfung sprüht vor Lebendigkeit. Die Schöpfungen des Menschen sind ein Abglanz (Kopie) von der Schöpfung Gottes. Sie haben nicht diese hohe Qualität der Lebendigkeit. Darum machen uns Dinge nicht lange glücklich.
Begriffe sind wie tote Dinge. Darum ist das "ich" auch tot. Und das lässt "mich" dann einsam fühlen und allein. Ich ist abgetrennt von der Schöpfung. Es ist ein Kunstbegriff und nicht das Leben selbst.
Mit der AHNUNGSLOSIGKEIT werden alle Definitionen und Begrifflichkeiten wieder in die Freiheit des Lebens entlassen. Ja, das macht Sinn.....die toten eingeschlossenen, abgekapselten, zerteilten DINGE, werden entlassen aus dem Gefängnis der Gedanken und kehren zurück in die Schöpfung Gottes.
Dein Anfang
ist kein Anfang, sondern du warst schon immer und wirst immer sein.
Es gibt auch keinen Ort wo du bist, denn nur du bist. Es gibt kein Ausserhalb von dir. Es gibt nur DAS was du bist. Du bist nicht zu beschreiben. Denn jedes Wort in der Polarität ist bereits eine Beschreibung. Bei einer Beschreibung werden Teile unterschieden. Du kennst aber keinen Unterschied.
Dein Wesen ist DAS. Es liegt jenseits von gut und böse, jenseits von Polarität und Dualität. Du bist Gott, du bist die Quelle.
Noch nie hat ein Mensch Gott gesehen. Um Gott zu sehen würde es ZWEI benötigen. Du bist aber nicht zwei. Du bist DAS. Das Absolute.
Du kannst dich also nicht sehen. Du kannst dich nicht erfahren. Du kannst dich nicht erkennen.
Du bist weder das Eine noch das Andere. Du bist weder – noch.
Du bist derTiefschlaf des Tiefschlafs
Der Anfang der scheinbaren Trennung
Aus DAS geschieht scheinbar der Schritt in die Zwei, in die Polarität.
Das männliche und das weibliche Prinzip.
Wahrnehmung und Bewusstsein.
ICH BIN
Der Tanz der Polarität in allem was ist. Alle Formen, alle Zeiten, alles Vergehen, alles Entstehen, Energien, Wirbel, Farben, Töne, Bewegung, Lebendigkeit, Verbindung und Abstossung, Hitze, Kälte, Planeten und Sterne, Natur, Tiere, Menschen, fein stoffliche und grob stoffliche Welten, Wesenheiten. Harmonien.
In diesem ersten ICH und BIN und in dessen Tanz liegt die bedingungslose Liebe begründet.
Das ist eine Version von Entstehungsgeschichte von allem was ist und nicht ist.
Da alle Formen, Farben, Energien, Wirbel, Existenzen, Töne, Gerüche als Verwirklichung aus der Wirklichkeit entstehen, sind sie nicht wirklich. Sie sind nicht wahr. Sie sind ein Traum. So wie sie entstehen so verwirken sie.
Dein Hier-Sein als Mensch ist ein zeitlich begrenztes Wunder. Welches sich in Unendlichkeit wiederholt in immer neuer und noch nie gleich entstandener Verwirklichung. So wie es keine zwei Schneeflocken gibt, die genau gleich sind, so gibt es auch keine zwei Wirkungen, die genau gleich sind. Alles ist immer neu und alles ist unendlich aber nicht ewig. Ewig bist DU, das Absolute. Und das Ewige ist in der Unendlichkeit enthalten.
Du bist vor dem Leben
Du bist vor der Liebe
Du bist vor allem was ist
Du bist vor der Stille
Du bist vor dem Frieden
Du bist vor allem was ist
Wahrnehmung und Bewusstsein sind dein erster Ausdruck, deine erste Verwirklichung, dein erster Tanz im Traum.
Und daraus fliesst Leben, Liebe, Stille, Frieden und Harmonie in Polarität. Es ist das Paradies. Es ist deine erste Heimat. Und du hast dich in diesen Traum verliebt. Du geniesst dich als Schöpfung in allen wechselnden Formen.
Als Mensch bist du ein Bild von Leben, Liebe, Stille, Frieden und Harmonie. Ein weiteres Traumwesen in dem du dich findest. Du liebst dich, aber gleichzeitig fehlt etwas……..Du hast vergessen, dass du nicht die Schöpfung bist. Du hast dich in deinem eigenen Traum verloren. Du glaubst, an deinen Traum denn er ist perfekt, er ist zu schön um wahr zu sein. Dein Traum bist nicht DU, aber das hast du vergessen.
Das Fehlende soll dich erinnern, dass du es nicht bist, der hier im Traum spielt. Das Fehlende ist schmerzhaft. Und Schmerz ist kein Teil im Paradies. Du greifst nach etwas, wovon du glaubst, dass es deinen Schmerz lindern wird.
Du klaubst, du glaubst dass du etwas brauchst, und damit ist der Fall, der Sturz aus dem Paradies geschehen. Die Dualität und der Glaube von gut und böse ist entstanden. Du fällst aus dem Mensch-Sein in die Tiefe der Person. Nun sprichst du durch die Maske.
Die illusionäre Geburt eines Traums
solange wir glauben, dass wir in der Wirklichkeit leben, werden wir Angst haben. Angst vor dem Tod.
Es würde bedeuten, dass wir durch die Geburt in einer bestehenden Trennung unserer Quelle wären und sterblich sind.
Es würde bedeuten, dass dieses menschliche Leben der Anfang und das Ende unseres Seins wäre.
Das Szenario in dem Mensch sich befindet, scheint ausweglos. Es ist das Gefängnis einer Ohnmacht. Es sieht so aus, als ob Mensch in seinem Körper seine Lebenszeit absitzen muss.
Grosse Sinnlosigkeit, wenig Freude, einige erfüllte Wünsche und dann abtreten ins Nichts?
Der Glaube eines getrennten Daseins von der eigenen Quelle kann nur Leiden bedeuten.
Abgeschnitten vom eigenen Lebenssaft fehlt alles.
Kraftverlust, Krankheit, Angst, Überlebenskampf, fehlende Weisheit und Klarheit sind nur einige Auswüchse eines Glaubens der Trennung und des Verlustes.
Der Traum von Geburt, irdischer Existenz und Tod ist tief in der menschlichen Genetik verankert. Auf diesem Glauben ist die ganze Menschheitsgeschichte gegründet. Jede Form von Mord und Krieg hat ihren Ursprung darin.
Was, wenn dieser Glaube nur ein Glaube ist? Was, wenn es nicht die Realität ist? Was, wenn du selbst Gott bist, der sich in Form gegossen hat? Könnte es sein, dass du selbst Gott, die Quelle bist? Und nicht nur du, sondern alles was ist.
Das, was du bist, müsste die Qualität der Unveränderbarkeit haben. Es müsste ewiges, gleichbleibendes Sein sein. Wenn das sich Wechselnde der Traum ist, dann muss die Realität das Gleichbleibende, ewig Feststehende sein. Absolut.
Wenn der Traum aus Polarität und Dualität besteht, dann muss die Realität aus dem sein, was sich in der Polarität nicht finden lässt. Es muss unbeschreiblich sein. Denn beschreiben kann man nur innerhalb von Gegensätzen.
Die Quelle kann nicht zwei sein. Nur was aus der Quelle scheinbar entsteht und vergeht ist immer zwei. Die Quelle, die Realität oder die Wirklichkeit strömt, realisiert oder verwirklicht sich. Es ist zu-weit, gleich zwei. In der Zwei ist auch der Zweifel. Und dieser Zweifel an dem Glauben, getrennt von der Quelle zu existieren ist berechtigt.
Und dieses zu weit passiert immer. So ist die Quelle hier, und die Form aus der Quelle geschieht unaufhörlich. Die Wirklichkeit und ihre Verwirklichung. Die Realität und ihr Traum. Unaufhaltsam. So ist alles was sich unaufhörlich ergiesst nicht die Wirklichkeit, sondern die Verwirklichung. Aber in jeder Faser der Verwirklichung ist die Wirklichkeit beheimatet.
Dieses zu weit, also der Erguss der Quelle hat nicht die Qualität der Quelle.
Es ist die in Form gefasste Kopie des Originals, des Potentials.
Das Bild des Samens ist passend. Der Same bildlich als das Potential. Die Wirklichkeit. Im Moment wenn der Same seine erste Aktion macht, beginnt der Prozess des Samens. Eine Pflanze, eine Form, ein Mensch, ein Universum, hunderte Universen, unendliche Universen und Formen. Alle in ständiger Veränderung von gleichzeitigem Auf- und Niedergang.
Mensch fragt sich: Bin ich Mensch nur Mensch? Bin ich ein endliches Wesen? Bin ich ein göttliches Wesen? Von wo komme ich und wo gehe ich hin?
Mensch sucht in unendlicher Suche seinen Ursprung und findet ihn nicht. Warum? Weil er GLAUBT, dass er die Form ist und vergessen hat, dass er die Quelle ist. Gott hat vergessen, wer er ist.
Hast du vergessen, wer du bist?
Stille
mitten im Sturm
ich muss sie nicht suchen
denn ich bin diese Stille
es ist unmöglich sie nicht zu sein
es ist unmöglich sie zu verfehlen
ich bin diese Stille
halt einmal inne
werd einmal ruhig, was bleibt ist Stille
ich bin die Mitte des Zyklons
hör einmal hin
mach die Augen zu, was bleibt ist Stille
niemals könnt sie mich verlassen
niemals trennen sich von mir
ich bin diese Stille
sie ist der Kern meines Wesens
der Ursprung des Zyklons
vor dem Sturm und nach dem Sturm
was bleibt ist Stille
ewige Stille
ich bin Stille
Wenn die Türme der Vorstellung gefallen sind
wenn die Türme der Vorstellung gefallen sind
wenn du mit 300 km/h aufgeknallt bist
wenn du ganz allein bist mit dir selbst
wenn du im Aussen alles verloren hast
wenn kein Körper mehr da ist, um sich daran zu reiben
wenn es nur noch dich gibt
wenn alles Rennen und Laufen vergebens war
wenn du nur noch sehr müde bist
wenn sich alles und alle von dir verabschiedet haben
erst dann bist du bereit für das Leben
dann werden deine Augen geöffnet
dann stirbst du in das Leben hinein das du bist
dann wirst du berührt am Herzen
wirst selbst zu dieser Berührung und berührst damit alles
du wirst nicht länger das Aussen berühren
du wirst nicht länger im Aussen Erfüllung suchen
du wirst nicht länger Körper brauchen
du wirst dich nicht mehr mit Menschen trösten
du wirst nicht länger deiner Person dienen, deinen Süchten hinterher laufen
der zerbrochene Spiegel deiner Angstgedanken liegt vor dir
Wahrheit ist an-erkannt, Lüge ist gebannt
an diesem heiligen Ort der Wahrheit die du bist
ist endlich klar, dass alles was wirklich erstrebenswert ist
allein und immer in dir selbst verborgen ist
hier und jetzt ist es sehr still
das Leben ist getaucht in goldenes Licht
die gesuchte Freiheit liegt nackt in dir, nicht neben dir
da ist nur Friede und bedingungslose Freude
angekommen bei dir selbst bist du zu Hause
die Suche ist beendet
du bist der Welt gestorben
nicht länger treiben dich Gedanken in die Irre
nicht länger bist du Sklave eines Glaubens
nicht länger ist unverstandener Schmerz dein täglich Brot
genau dieser Schmerz war der Weckruf und das Licht in der Nacht
zur Umkehr in dein eigenes Herz im Hier und Jetzt
jetzt weisst du, du bist Ewigkeit, du bist das Leben selbst
du weisst es im Herzen und der Verstand steht still
die Welt geglaubter Gedanken kann dich nicht mehr berühren,
sie wirbelt um dich herum
und du lachst, denn du bist im Auge des Zyklons
die Wahrheit und darin der Tod und die Liebe
der Schatz liegt in dir selbst
du bist dieser Schatz
man nennt es Friede, stille Freude, bedingungslose Liebe
es ist im Aussen nicht zu finden
es war schon immer in dir, ganz nah, beständig als stiller Begleiter
hat es gewartet, bis die Zeit der Kapitulation gekommen war
gekommen die Zeit des persönlichen Todes
Auferstanden in der Wahrheit Licht
wird nun alles zu Licht
gut und böse sind verschwunden
die Trennung und damit die Angst ist als blosser Gedanke im Kopf erkannt
unendliche Erleichterung ergiesst sich in dich selbst hinein
du bist nicht allein, du bist All-Eins
dein wahres Wesen schwingt im Einklang mit der Wahrheit
immer jetzt, immer hier, mehr ist nicht vorhanden
als diese erfüllte Leere, als dieses leere Erfüllt-Sein
du fliegst auf diesen Schwingen direkt in den Himmel hinein
von Christa
When the towers of imagination have fallen
When the towers of imagination have fallen
When you have crashed at 300 km/h
When you are all alone with yourself
When you have lost everything on the outside
When there is no body left to rub against
When there is only you left
When all running and running was in vain
When you are just very tired
When everything and everyone has said goodbye to you
Only then are you ready for life
then your eyes are opened
then you die into the life that you are
then you are touched at the heart
become this touch yourself and touch everything with it
you will no longer touch the outside
you will no longer seek fulfillment on the outside
you will no longer need bodies
you will no longer comfort yourself with people
you will no longer serve your person, run after your addictions
the broken mirror of your fearful thoughts lies before you
truth is recognized, lies are banished
In this sacred place of the truth that you are
it is finally clear that all that is truly worth striving for
is solely and always hidden within yourself
here and now it is very quiet
life is bathed in golden light
the freedom you seek lies naked within you, not beside you
there is only peace and unconditional joy
you are at home with yourself
the search is over
you have died to the world
thoughts no longer drive you astray
no longer are you a slave to a belief
no longer is misunderstood pain your daily bread
this very pain was the wake-up call and the light in the night
to turn back to your own heart in the here and now
now you know, you are eternity, you are life itself
you know it in your heart and the mind stands still
the world of thought can no longer touch you,
it swirls around you
and you laugh, because you are in the eye of the cyclone
the truth and in it death and love
the treasure lies within yourself
you are this treasure
it is called peace, quiet joy, unconditional love
it cannot be found on the outside
it has always been inside you, very close, constantly as a silent companion
it waited until the time of surrender had come
the time of personal death had come
Risen in the light of truth
everything now becomes light
good and evil have disappeared
the separation and with it the fear is recognized as a mere thought in the mind
infinite relief pours into yourself
you are not alone, you are All-One
your true being vibrates in harmony with the truth
always now, always here, there is nothing more
than this fulfilled emptiness, than this empty being fulfilled
you fly on these wings directly into the sky
from Christa
Erstelle deine eigene Website mit Webador